Effektives Lernen

 

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1. Effektives Lernen/ Förderkonzept

Förderkonzept- Szenarien unserer Schule

Kinder unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf ihr Alter, ihr Geschlecht und ihre Interessen, sondern auch in ihren kognitiven, emotionalen und physischen Leistungsfähigkeiten.

Um an unserer Schule produktiv mit heterogenen Lerngruppen umzugehen und alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihrem Leistungsniveau und Entwicklungsstandes optimal zu fördern, haben wir ein Förderkonzept entworfen, das aus drei unterrichtsorganisatorischen Bestandteilen besteht:

-         dem gemeinsamen Lernen (I.)

-         dem eigenständigen Lernen (II.) und

-         dem Lernen inhomogenenKleingruppen (III.).

Diese drei Methoden unterscheiden sich sowohl in der Organisationsform als auch in der Zusammensetzung der Lerngruppe.

         I.       Bei der Methode des „Gemeinsamen Lernens“ beschäftigen sich alle Kinder einer Lerngruppe gleichzeitig mit dem gleichen Lernangebot. Die Lernangebote sind dabei inhaltlich so offen gestaltet, dass sie sowohl für leistungsschwächere Schüler einen geeigneten Einstieg in das Thema ermöglichen als auch leistungsstärkere Kinder zu einer intensiven Auseinandersetzung anregen. Dies wird ermöglicht, da auch weiterführende und tiefgreifende Fragestellungen angeboten werden.

Kennzeichnend für das „Gemeinsame Lernen“ sind drei Unterrichtsphasen: der gemeinsame Einstieg, die individuelle Arbeitsphase und die gemeinsame Abschluss- bzw. Reflexionsphase.

Durch den gemeinsamen Einstieg erhalten die Kinder für die jeweilige Unterrichtseinheit sowohl eine Prozess- als auch eine Zieltransparenz. Inhaltliche und methodische Fragen werden geklärt und die Ziele der Stunde bekannt gegeben.

In der folgenden Arbeitsphase kann das Kind selbstständig entscheiden, auf welchem Anforderungsniveau (Schwierigkeits- und Komplexitätsgrad) es sich mit dem Inhalt befasst. Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, sich selbstständig mit der Problemstellung auseinanderzusetzen, eigenständig zu forschen, Zusammenhänge zu entdecken und Lösungsideen und –strategien zu entwickeln. In gemeinsamen Austauschphasen können offene Fragen geklärt, erste Ideen und Lösungswege ausgetauscht und, wenn nötig, Impulse zur Weiterarbeit gegeben werden.

In der abschließenden Reflexions- und Abschlussphase wird die Problemstellung aus der Einstiegsphase gemeinsam aufgegriffen. Die Kinder stellen ihre Ideen, Strategien, Lösungswege und Ergebnisse vor und beschreiben diese.

Diese Phase dient der Festigung bzw. der Erweiterung des neu Gelernten. Indem die Kinder zu Transferleistungen angeregt werden, findet eine Erweiterung des Erlernten auf weitere Lerninhalte statt. Ferner erhält die Lehrperson einen Überblick über die Leistungen der einzelnen Kinder.

         II.      Dieser Methode steht das „Eigenständige Lernen“ gegenüber, das vorwiegend in der nahezu täglich stattfindenden „Morgenarbeit“ umgesetzt wird. Jedes Kind einer heterogenen Lerngruppe entscheidet selbstständig, mit welchem Lernangebot es sich beschäftigen möchte.

Welche Lernangebote zu welcher Zeit angeboten werden, ist der Lehrperson überlassen. Aus diesem Angebot können die Kinder zwischen verschiedenen Materialien und individuellen Aufgaben wählen. Es besteht die Möglichkeit, das jeweilige Lernangebot frei aus einem bereitgestellten Regal zu wählen oder im Arbeitsheft oder Schulbuch an „frei gegebenen“ und entsprechend gekennzeichneten Seiten weiterzuarbeiten. Durch die Entscheidungsfreiheit werden nicht nur die individuellen Interessen, sondern auch die Lernstände und das Lerntempo der einzelnen Kinder berücksichtigt.

Die für diese Methode nötige Orientierung erhält das Kind durch einen Morgenarbeitsplan (integriert in unserem neuen Schulplaner, in den auch die Hausaufgaben eingetragen werden), der am Ende der Woche von den Eltern unterschrieben werden soll.

         III.     Als dritte Möglichkeit ist das „Lernen in ‚homogenen‘ Kleingruppen“ anzuführen. Bei dieser Förderung werden die Kleingruppen themen- und leistungsabhängig zusammengesetzt. Kinder, die über ein ähnliches Leistungsniveau verfügen, arbeiten zusammen.

Da bei dem Lernen in Kleingruppen jeweils nur ein Teil der Lerngruppe teilnimmt, sind unterschiedliche Organisationsformen durchführbar.

Umgesetzt wird diese Methode in ergänzend stattfindenden Gruppen- und Förderstunden.

Die Gruppenbildung ist dabei jeweils als ein dynamischer Prozess anzusehen. Diese Organisationsform erfordert von den eigenständig lernenden Kindern eine hohe Selbstdisziplin. Dieser Aspekt kann jedoch gleichzeitig als weitere Übungsform zum selbstständigen Arbeiten angesehen werden. Möglich ist auch, dass leistungsstärkere Kinder sich ab und zu als Hilfslehrer betätigen und dadurch einerseits das Gelernte mit eigenen Worten wiederholen und vertiefen, andererseits ihre Sozialkompetenz und ihr Selbstbewusstsein stärken. Diese Momente sind allerdings nicht fest eingeplant.

Der Unterrichtsverlauf dieser offenen Methode ist identisch mit dem des „gemeinsamen Lernens“.

Das oben beschriebene Förderkonzept ermöglicht es, einzelne Schüler noch intensiver, differenzierter und individueller zu betreuen. Leistungsschwächere Kinder werden zusätzlich gefördert und leistungsstärkere Kinder gleichzeitig gefordert.

 

Literaturverzeichnis:

Kaiser, A./ Pech, D. (2008): Basiswissen Sachunterricht. Bd.4 Lernvoraussetzungen und Lernen im Sachunterricht. Hohengehren: Schneider.

Krauthausen, G./ Scherer, P. (2010): Umgang mit Heterogenität- Natürliche Differenzierung im Mathematikunterricht in der Grundschule. Handreichung des Programms Sinus an Grundschulen. Kiel.

Peschel, F. (2009): Offener Unterricht: Ideen, Perspektive und ein Konzept zur Diskussion. Bd.:1. Allgemeindidaktische Überlegungen. Hohengehren: Schneider.

PIK AS (2011):  Heterogenität im MathematikunterrichtOrganisation und Unterrichtsbeispiele für den Arithmetikunterricht in der Schuleingangsphase. (http://www.pikas.uni-dortmund.de) (Stand: 29.06.2012)

Rathgeb-Schnierer, E./ Rechtsteiner-Merz, Ch. (2010): Mathematiklernen in der jahrgangsübergreifenden Eingangsstufe. Gemeinsam aber nicht im Gleichschritt. München: Oldenbourg Schulbuchverlag.

Winkeler, R. (1976): Differenzierung: Funktionen. Formen und Probleme. Ravensburg: Maier.

1.1 Integrierte Eingangsstufe

In der Schuleingangsphase, die die Klassen 1 und 2 umfasst, lernen Schüler mit günstigen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen und besonderen Begabungen gemeinsam mit Schülern, deren Schulfähigkeit noch nicht ausreichend ausgeprägt ist. Im Unterricht werden die Stärken und Schwächen des einzelnen Kindes individuell und gezielt gefördert. Die Verweildauer beträgt ein bis drei Jahre. Hierbei wird ein eventuelles drittes Schulbesuchsjahr in der Schuleingangsphase nicht auf die Schulpflicht angerechnet.

 

Langsam lernende Schüler erhalten die Chance, in Ruhe und in ihrem eigenen Tempo Unterrichtsinhalte zu wiederholen oder zu vertiefen, während schneller Lernenden die Möglichkeit geboten wird, schon nach einem Jahr die Jahrgangsstufe 3 zu erreichen. Die Lerngruppen in Mathematik, Deutsch (und zum Teil auch im Sachunterricht) sind je nach aktuellem Leistungsstand auch in einer jahrgangsbezogenen Klasse differenziert zusammengesetzt. Hierbei steht das selbstgesteuerte Lernen (mit individuellen Förder- und Entwicklungsplänen) in einem ausgewogenen Verhältnis zu gemeinsamen Lernprozessen in der Lerngruppe.

 

Mit der Änderung des Schulgesetzes am 1.8.2006 gibt es keine Priorität der jahrgangsgemischten Klassen gegenüber der jahrgangsbezogenen Klasse mehr. Unsere Schule hat sich für die jahrgangsbezogene Form entschieden, da diese Organisationsform aus unserer Sicht den Vorteil in sich birgt, in einem übersichtlicheren Leistungs- und Entwicklungsspektrum, das sich z.B. in der 1. Klasse vom Schulkindergartenkind bis hin zum Zweitklässler erstreckt, den einzelnen Schüler noch intensiver individuell betreuen und differenziert fördern zu können, als dies in einer jahrgangsgemischten Form mit einem sehr viel breiter gefächerten Leistungsstand möglich ist. Um diese Selbstständigkeit in überschaubarem Zeit- und Materialumfang aber dennoch zu fördern, bieten wir die „Morgenarbeit” an.

 

Neben der angestrebten eigenverantwortlichen und selbstständigen Arbeitsweise des einzelnen Kindes „nach seinem selbst bestimmten Tempo“ wird auch dem sozialen Lernen von Anfang an ein großer Stellenwert eingeräumt (Übernehmen von Verantwortung, Vorbildfunktion bzw. Ansporn, Zurückstellen eigener Bedürfnisse, Förderung der Selbstständigkeit, gemeinsames Weitergeben und Erlernen von Regeln und Ritualen, Sicherung und Vertiefung des eigenen Wissens durch die erworbene soziale Kompetenz bei Hilfestellung bzw. der Anreiz, schon die Themen der „weiter Vorangeschrittenen“ für sich selbst zu beanspruchen – „Lernen durch Nachahmen und Neugier“)!

Die Rolle der Lehrkräfte wandelt sich hin zu Lernentwicklern und Lernbegleitern. Der Lehrer gibt den Rahmen des Unterrichts vor sowie Impulse und Hilfestellung und ermöglicht individuelles und selbstständiges Arbeiten anhand offener Unterrichtskonzepte (vgl. die Ausführungen zum Mathematik- und Deutschunterricht nach N. Sommer-Stumpenhorst.)

 

Eine veränderte Kindheit und Gesellschaft sowie die neueren Erkenntnisse der Lern- und Gehirnforschung fordern eine veränderte Lern- und Lehrkultur. Kindern, die in einer veränderten Welt leben werden, möchte unsere Schule Rechnung tragen, indem wir offen bleiben für neue Lernkonzeptionen, die das Kind mit seinen individuellen Lernmöglichkeiten und Einstellungen in den Mittelpunkt stellen.

 

1.2   Mathematik

Wenn Ihr Kind in die Schule kommt, werden Sie feststellen, dass sich vieles im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit verändert hat.

Eines ist geblieben: Im Mathematikunterricht lernen die Kinder rechnen,

• im ersten Schuljahr bis 20,

• im zweiten Schuljahr bis 100,

• im dritten Schuljahr bis 1000,

• im vierten Schuljahr bis 1 Million und darüber hinaus.

Aber wir halten es für unverzichtbar, dass die Kinder Freude an der Mathematik entwickeln. Sie sollen einerseits durch sie ihre Umwelt erschließen, d.h. erkennen, welche Bedeutung Zahlen in ihrem Leben haben. Andererseits sollen sie Interesse für die Regelhaftigkeit der Mathematik entwickeln.

Dazu bieten wir den Kindern ein vielfältiges Lernangebot, das sie zu eigenem Denken, zu Lernen auf eigenen Wegen anregt. Zentrale Themen (z.B. das Einspluseins), werden in mehreren Durchgängen in immer neuen Zusammenhängen aufgegriffen und neu erschlossen. Üben spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Die Übungsformen können oftmals von den Schülern selbst weiterentwickelt werden. Dadurch wird ein Kind, das noch nicht so sicher ist, gefördert, aber nicht überfordert, während ein leistungsstärkeres nicht in seinem Lernen gebremst wird. So wird die Grundlage aufgebaut, die am Ende der Grundschulzeit eine gesicherte Basis für das Weiterlernen bietet.

Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der Mathematik haben, können, je nach Thema, am Klassenunterricht teilnehmen, oder arbeiten selbstständig oder in einer Kleingruppe an ihren individuellen Aufgaben. Regelmäßig finden diese Übungsstunden mit der Förderschullehrerin statt.

Aus guten Gründen ist auch die Geometrie ein wichtiger Bestandteil des Mathematikunterrichts. Es ist heute wichtiger denn je, die Vorstellungskraft und das räumliche Vorstellungsvermögen zu schulen. Reelle geometrische Grunderfahrungen (Wege und Lagebeziehungen, Verkehrszeichen, Zweckformen, Spiegelbilder, geometrische Formen in der Kunst, ...) werden in den Unterricht einbezogen.

1.3   Schreiben und Lesen lernen

 

Das Konzept „Richtig Schreiben lernen“ von Norbert Sommer-Stumpenhorst beschreibt eine Methode für den Anfangs- und Rechtschreibunterricht, die es Kindern ermöglicht, weitgehend selbstständig Lesen, Schreiben und die Rechtschreibung zu erlernen. Es handelt sich dabei um einen systematisch aufgebauten Lehrgang, der leistungsstarken wie auch langsam lernenden Kindern ein individuelles Lerntempo ermöglicht und sie zur selbstständigen Arbeit anleitet. Von Anfang an erlernen die Kinder zielorientierte Arbeitstechniken, die ihnen das Lesen- und Schreibenlernen erleichtern und individuelle Lernfortschritte zulassen. Zeitlich umfasst diese Arbeit zwischen zwei bis fünf oder gelegentlich auch mehr Wochenstunden. Die individuelle Arbeit an den einzelnen Lernbereichen findet im Rahmen unserer Morgenarbeit (siehe Punkt 1: Effektives Lernen/ Förderkonzept) oder in speziellen Deutschstunden statt.

 

 

Erstlese- und Schreibunterricht:

o       Die Kinder erlernen Übungsformen, die sie dazu befähigen, die Buchstaben weitgehend selbstständig kennen zu lernen. Ihren individuellen Lernfortschritt protokollieren sie in ihrem Hör-, Schreib- und Sehpass. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei dem Heraushören der verschiedenen Laute zu – eine wichtige Basis für die (Recht-)Schreib- und auch Lesekompetenz.

o       Bevor die Kinder alle Buchstaben in der oben beschriebenen Weise erarbeitet haben, erlernen sie eine Methode, bei der sie mit Hilfe einer Anlauttabelle Wörter, Sätze und kleine Texte lautgetreu schreiben können. Dabei erfahren sie, dass man Bilder und Gedanken ,verschriftlichen’ kann. Dies fördert die Schreibmotivation der Kinder, was für die Aufsatzerziehung von unschätzbarem Wert ist.

o       Um die Lesefreude der Kinder zu fördern, erlernen sie eine Arbeitstechnik, mit der sie schon einige Wochen nach Schulbeginn Wörter, Sätze und kleine Texte selbstständig erlesen können. Auch dabei ist eine sichere Kenntnis der einzelnen Buchstaben zunächst noch nicht erforderlich.

 

Rechtschreibunterricht

o      Die Erarbeitung des Grundwortschatzes ist nicht wie bisher themengebunden. Sie folgt der Logik der Rechtschreibung: Geübt wird zunächst, womit man die meisten Fehler vermeiden kann. Das bedeutet, dass die Kinder zuerst lernen, lautgetreu zu schreiben. Konsequent und systematisch werden dann Übungen zu weiteren Regelungen durchgeführt. Die Reihenfolge richtet sich auch hier nach der Häufigkeit ihres Auftretens. Ausnahmeschreibungen, also jene Fälle, die keiner Regel gehorchen und im Lexikon nachgeschlagen werden müssen, werden zum Schluss behandelt.

o       Die unterschiedlichen Bereiche der Rechtschreibung werden in zahlreichen Übungsformen erarbeitet. Die Kinder erlernen Stück für Stück bestimmte, zielgerichtete Übungen und führen diese dann selbstständig, immer wieder auch in Partnerarbeit, im eigenen Tempo durch. In manchen Klassen wird zudem ein spezielles Übungsbuch angeschafft.

o      Alle Übungen zielen auf den Erwerb des Rechtschreibgespürs. Es geht nicht um die Kenntnis der Regeln, sondern um ihre automatische Anwendung.

o      Manchmal gibt es allerdings Kinder, denen es schwerfällt, ein sicheres Rechtschreibgespür selbstständig zu entwickeln. Für diese kann es dann eine Hilfe sein, auch die Rechtschreib-Grundregeln vermittelt zu bekommen. Das geschieht u.a. auch bei der Arbeit mit dem „lernserver” (siehe Punkt 1.4).

 

 

Lernstandskontrollen

Darüber hinaus werden spezielle Diagnoseverfahren durchgeführt, deren Ergebnisse eine individuelle Förderung des einzelnen Kindes gut ermöglichen.

 

1.4   Hilfen für leserechtschreibschwache Kinder

Kennen Sie das?

Ein Kind zeigte bisher durchschnittliche bis überdurchschnittliche Leistungen. Mit Schulbeginn scheitert es jedoch an minimalen Anforderungen besonders im sprachlichen Bereich: Es hat große Probleme im Lesen und Schreiben. Für diese sogenannte Leserechtschreibschwäche (LRS) gibt es sehr unterschiedliche Ursachen. Die Folgen können sein:

-         Versagensängste

-         Aggression oder Resignation

-         Lernunlust und Unzufriedenheit

-         Das Kind geht nicht gern zur Schule (Schulunlust).

 

Leider gibt es keine Patentrezepte, mit denen Kindern in dieser Situation immer wirkungsvoll geholfen werden kann: Jedes Kind hat seine eigene Leserechtschreibschwäche und bedarf daher einer speziellen Förderung. Wir versuchen, diesen Kindern zu helfen, indem wir

-         bereits im Klassenverband auf diese Kinder eingehen

-         Methoden einsetzen, die diesen Kindern ein selbstständiges und effektives Üben ermöglichen

-         in der nahezu täglich stattfindenden Morgenarbeit (siehe Punkt 1: Effektives Lernen/ Förderkonzept) ein individuelles Förderprogramm anbieten

-         für Kinder, die über einen längeren Zeitpunkt Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben haben, spezielle Förderstunden einplanen

-         Eltern betroffener Kinder beraten und gemeinsam, ggf. auch

-         außerschulische Hilfen suchen und begleitend unterstützen

 

LRS- Förderunterricht

-         findet in der Morgenarbeit bzw. in zusätzlichen Kleingruppen statt

-         beinhaltet vielseitige Konzentrations- und Entspannungsübungen

-         orientiert sich an den Bedürfnissen dieser Kinder

-         ist eine Chance für das besondere Kind,

- seine Lese- und Rechtschreibfertigkeit zu trainieren

- sich Erfolgserlebnisse zu verschaffen

- den sinnvollen Umgang mit der genannten Schwäche zu erlernen.

 

 

Lernserver
 (Material der Westf. Wilhelms-Universität „WWU“ Münster)

 

Kinder, die im Rechtschreiben auffällige Schreibungen vorweisen oder deren Lesenlernen von sehr großen Schwierigkeiten begleitet wird, können eine Testung mit dem Lernserver-Material durchlaufen.

 

Hat die Testung dann stattgefunden, bekommen die förderbedürftigen Kinder daraufhin das individuelle Lernservermaterial in Portionen (normalerweise etwa Material für zwei Wochen), welches u.a. innerhalb der individuellen Morgenarbeit bearbeitet werden soll.

 

 

 

Wir können leider nicht alle Probleme unserer Kinder lösen,

es ist für uns jedoch eine Herausforderung,

den natürlichen Humor

und die Lernfreude

aller Kinder zu erhalten.

 

Eine Herausforderung, die wir gern annehmen!!!

1.5   Hilfen für Kinder mit Defiziten in der
     deutschen Sprache

 

Kinder, die auf Grund ihrer Herkunft oder wegen einer Entwicklungsverzögerung im sprachlichen Bereich noch Defizite in der deutschen Sprache haben, benötigen dringend zusätzliche Förderung.

 

Die meisten dieser Kinder haben idealerweise vor Schulbeginn im Kindergarten eine intensive Sprachförderung genossen, so dass schon im Kindergartenalter viel aufgeholt werden konnte.

 

Sechs Wochen nach Schuleintritt und dann weiter in regelmäßigen Abständen zeigen Lernfortschrittstests z. B. aus dem Programm Sommer-Stumpenhorst, wo und in welchem Umfang noch sprachliche Förderung nötig ist.

 

Diese Förderung findet dann klassenintern oder klassenübergreifend in zusätzlichen Förderstunden statt. Die Förderlehrer arbeiten eng mit den Klassenlehrern zusammen, um die Förderschwerpunkte der Kinder gezielt in Angriff zu nehmen. Durch Beobachtungsbögen wird die Entwicklung der Förderung festgehalten und optimiert.

 

Die Sprachförderung wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) unterstützt, das Kindern ohne jegliche Deutschkenntnisse bis zu drei Tage in der Woche eine intensive Sprachförderung anbietet.

1.6   Förderung der Lesekultur

Die Einrichtung unserer Schulbücherei lag uns besonders am Herzen. In Zeiten, in denen verstärkt das Fernsehen bzw. der Computer das Freizeitverhalten unserer Kinder bestimmt, scheint uns die frühe Hinführung zum traditionellen Buch besonders wichtig zu sein. Deshalb besteht bei uns die Möglichkeit, während des Unterrichts innerhalb einer Kleingruppe oder auch im gesamten Klassenverband in Ruhe schmökern zu können. Es finden sich glücklicherweise immer wieder freiwillige Helfer, die zuverlässig die Büchereistunden täglich von 8.00 bis 10.00 Uhr anbieten. So können sich unsere Schülerinnen und Schüler auch in den großen Pausen in gemütliche Leseecken zurückziehen, um “auf ihre Art” zu entspannen. Hierbei ist das Spektrum weit gefächert: Vom Bilderbuch mit kurzem Lesetext über Kinderlexika bis hin zum anspruchsvollen Kinderroman finden sich altersentsprechende Angebote.

 

Die zentrale Lage unserer Schule ermöglicht darüber hinaus die unkomplizierte Nutzung der öffentlichen Bibliotheken. So wird die Stadtbibliothek nicht nur als Einweisung in die Bücher- und Bibliothekswelt verstanden, sondern gerne als Ort der Begegnung genutzt. Schon viele Autoren konnten unsere Kinder bei ihren Lesungen begeistern und faszinierende Einblicke in das Leben eines Schriftstellers geben. Auch zum Welttag des Buches im November werden wir regelmäßig in die Bibliothek zu verschiedenen Aktionen eingeladen.

 

Aber auch zu ungewöhnlichen Zeiten kann das Lesen im Schulleben zum Abenteuer werden. In einigen Klassen bewirkt eine gemeinsam in der Schule verbrachte Lesenacht die Verbindung von Lieblingsbuch, Taschenlampe und Klassenkameraden und wird so zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen.

 

1.7   Bundesjugendspiele

Die Bundesjugendspiele der Schule am Lousberg finden jedes Jahr von Neuem im Aachener Waldstadion statt. Es werden Busse organisiert, welche die Kinder und Lehrer der Schule kostenlos zur Sportstätte und nach den Spielen und Wettkämpfen wieder zurück zur Schule bringen.

 

Das Sportfest beschränkt sich nicht allein auf eine traditionelle Orientierung der Bundesjugendspiele, sondern stellt eine Mischform aus traditionellen und alternativen Spielen und Übungen dar. So können durch die alternative Ausrichtung auch die Kinder der ersten Schuljahre entsprechend ihrem Alter „ihre Bundesjugendspiele“ durchführen. Im Vordergrund stehen hier der Spaß und das gemeinschaftliche Wetteifern in Form von Klassenspielen. So können sich die Kinder beispielsweise im Sackhüpfen und Zonenweitwurf messen, ihre Ausdauer beim Wassertransport zeigen und ihre Geschicklichkeit beim Reifen-Durchsteigen und bei der Fütterung des „Müllmonsters“ demonstrieren.

 

Für die Kinder des zweiten, dritten und vierten Schuljahres wird eine Kombination aus alternativen Spielen und traditionellem Wettkampf durchgeführt. Während beim 50m und 800m Lauf, beim Schlagballweitwurf und Weitsprung die individuelle Leistung bewertet wird, geht es auch hier bei den alternativen Spielen, wie z.B. Reifen-Durchsteigen, Tennisball-Handtuch-Transport und Müllmonster-Fütterung, um das Miteinander im Klassenverband.

 

Bei den traditionellen Wettkämpfen sammeln die Kinder Punkte und erhalten entsprechende Sieger- und Ehrenurkunden. Aber auch bei den alternativen Spielen wird an die Bewertung der Gemeinschaftsleistung gedacht. Im Rahmen einer Schulveranstaltung wird jeder Klasse feierlich eine Urkunde überreicht.

 

Dank der Hilfe zahlreicher Eltern und des gesamten Kollegiums werden die Bundesjugendspiele für die Kinder der Schule am Lousberg bei meistens gutem Wetter immer zu einem vollen Erfolg.

 

1.8   Kulturelle Angebote/
außerschulische Lernorte

Um Kindern den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu ermöglichen, sind Anregungen von außen erwünscht, die im Unterricht je nach Bedarf vor- bzw. nachbereitet werden.

 

So ist es besonders interessant, eine Kinderbuchautorin zu Gast zu haben. Mancher Schüler wagt in diesem Schonraum eine persönliche Frage, die er bei einer öffentlichen Lesung so vielleicht nicht gestellt hätte.

 

Auch das DAS DA Kindertheater findet auf diese Weise regelmäßig seinen Weg in unsere Turnhalle, um die gesamte Schülerschaft mit wunderbar auf Kinder zugeschnittenen Stücken jedes Jahr zu erfreuen.

 

Zudem gehört der Besuch des Weihnachtsmärchens des Stadttheaters für die ganze Schule schon zur liebgewordenen Tradition, aber auch das eigene Theaterspielen kommt bei uns nicht zu kurz. Gerne werden auch der ganzen Schulgemeinschaft eingeübte Theaterstücke präsentiert. Hier freuen wir uns schon auf die Aufführung des diesjährigen Musicals.

 

In derselben Umgebung kann es auch einmal vorkommen, dass der Zauberer “Krenne” mit seinen Zauberkunststücken, in die die Schüler oft unvermutet miteinbezogen werden, eine Aufführung gibt, ein anderesmal wird auch schon zur Verstärkung der Schülerzirkus “Configurani” mitgebracht, dessen Artisten mit den vielfältigsten Kunststücken unterhalten und zusätzlich auch noch in der OGS für Zirkusluft in einem Kursangebot sorgen.

 

Ebenso werden die Museen unserer Stadt, die von der Schule meist zu Fuß zu erreichen sind, gerne frequentiert. Schon manchen Tag haben die Kinder im Suermondt-Ludwig-Museum bzw. im Ludwig Forum verbracht, sind zum Atelierhaus in der Süsterfeldstraße, zum Zeitungsmuseum oder Centre Charlemagne gewandert.

 

Ebenso „naheliegend” sind der Dom, das Rathaus, der Wochenmarkt, der Lousberg, der Veltmanplatz und der Tierpark. Aber auch weiter entfernte Orte wie der Brückenkopfpark in Jülich, das Freiluftmuseum in Kommern bzw. Bokrijk u.v.a. sind immer wieder Ziele bei unseren Ausflügen.

1.9   Arbeitsgemeinschaften

Zusätzlich zu den zahlreichen Kursen, die das Team des Ganztagsbereichs anbietet (siehe OGS), gibt es Arbeitsgemeinschaften an unserer Schule, die immer wieder für Abwechslung im Schulalltag sorgen.  Seit inzwischen vielen Jahren bereichern diese Arbeitsgemeinschaften als freiwilliges Zusatzangebot für vorwiegend Dritt- und Viertklässler unser Schulleben.

 

Fest etabliert sind zum Beispiel die Mädchen- und Jungen-Fußball-AG:

In der Turnhalle herrscht reges Treiben, wenn unsere Fußballstars von morgen mit großem Einsatz ihre Lieblingsbeschäftigung der Schulpause unter fachkundiger Anleitung verfeinern. Die Erfolge unserer Fußball-AGs bei Stadtmeisterschaften haben nicht nur zu schuleigenen Fußball-Trikots geführt, sondern den Bekanntheitsgrad und die Identifikation mit unserer Schule ebenso gesteigert wie die schmissig vorgetragene Schulhymne unseres Chores. Das letzte Highlight war selbstverständlich der Gewinn der Fußballstadtmeisterschaft unserer Mädchen, dessen blinkender Pokal dieses Jahr unsere Schule ganz besonders verschönert.

 

Ebenso wird auch die Erstellung einer Schülerzeitung angeboten. Dabei sind die Themen so vielfältig und offen wie die Kinder. Es darf recherchiert, geschrieben, interviewt, fotografiert und gemalt werden, und es entstehen auch Rätselseiten für andere Kinder. Beim abschließenden Layout, bei der Preiskalkulation und dem anschließenden Vertrieb können die Kinder sich erproben und Basiswissen in vielen Bereichen erlangen.

 

In unserer Musical-AG wird ebenfalls eifrig geprobt. Die schöne Aula mit ihrer großen Bühne bietet viel Raum für unsere kleinen Schauspieler, die „Bretter der Welt“ zu erkunden und manch unbekanntes Talent in sich zu entdecken. Auf die Aufführung ist unsere ganze Schulgemeinschaft schon sehr gespannt.

 

Eltern, die Interesse an der Leitung einer AG hätten, sind gerne willkommen. Da dieses Engagement in der heutigen Zeit der Doppelberufstätigkeit immer schwerer umzusetzen ist, freuen wir uns besonders über Initiativen von Eltern, um unser Angebot der Arbeitsgemeinschaften noch bunter und reichhaltiger werden zu lassen. 

 

 

Schule am Lousberg

Städt. Gemeinschaftsgrundschule

Saarstraße 66

52062 Aachen

Tel: 0241 - 49343

Fax: 0241 - 4093085

E-Mail:

ggs.am-lousberg@mail.aachen.de