Soziales Lernen

 

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 2.   Soziales Lernen

2.1   Streitschlichtung/ Soziales Miteinander

An unserer Schule wird seit einigen Jahren ein Streitschlichtungsprogramm als Gewaltpräventionsmaßnahme praktiziert, das entsprechend ausgebildete Schüler in die Lage versetzt, in der Pause eigenständig Konfliktsituationen ihrer Mitschüler zu besprechen und Lösungswege aufzuzeigen.

Da wir diese Form der Streitschlichtung nicht als „Insellösung“ in vereinzelten Klassen praktizieren, sondern als Schulprojekt „für alle“ umsetzen, werden in enger Vernetzung mit unserer OGS interessierte Schüler aus den dritten Schuljahren zu Streitschlichtern ausgebildet, die in jeder Pause als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

 

Diese Streitschlichter werden aufgrund einer intensiven Auseinander-setzung mit unterschiedlichen Konfliktsituationen (u. a. durch Rollenspiele) an eine positive Streitkultur herangeführt, die sie in die Lage versetzt, eigenverantwortlich Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und zu begleiten.

 

Die Schlichter beachten das Einhalten von Regeln und Schritten der Streit­schlichtung, während die Streitenden für ihren Konflikt und seine Lösung verantwortlich bleiben. Die „5 Schritte der Schlichtung“ werden so visualisiert und leicht überschaubar gemacht. 

Am Ende des Prozesses steht häufig ein Vertrag, der von beiden Parteien eingehalten werden muss und in einem Ordner abgeheftet wird.

Dieses Streitschlichterprogramm fördert das soziale Miteinander der Kinder und vermittelt ihnen auf verständliche Weise die Notwendigkeit des aktiven Zuhörens und der Akzeptanz der Gefühle der anderen.

Die Fotos der aktuellen Streitschlichter hängen im Flur der OGS aus.

Ansichtsexemplare mit detaillierteren Informationen zum Streitschlichterprogramm finden Sie in der OGS.

 

Zusätzlich zu diesem Programm besteht für die Klassen auch die Möglichkeit, durch Unterstützung von Frau Moog (Schulsozialarbeiterin) Projekte in den Klassen zur Stärkung der Teamfähigkeit und des sozialen Miteinanders durchzuführen. Alle Klassen nehmen zudem auch noch an einem weiteren Programm zum „besseren Miteinander“ teil, wie zum Beispiel: „ICH, DU, WIR - HALT, OHNE GEWALT”, das in der Regel im 2. Schuljahr durchgeführt wird.

2.2   Patenklassen

An unserer Schule ist es üblich, dass die 4. Schuljahre die Patenschaft für die Schüler der neuen 1. Schuljahre übernehmen. Hierbei ist ein Grundgedanke maßgebend:

Die Schulneulinge sollen einen ganz bestimmten Ansprechpartner auf dem Schulhof haben, der ihnen die Eingliederung in die neue Umgebung erleichtert und auch einmal bei schwierigen Situationen oder auch kleinen Verletzungen hilfreich zur Seite steht.

 

Zu Beginn ihrer Schulzeit werden die Schulneulinge bei Pausenbeginn von den Paten an den Klassen abgeholt, um eine Orientierung im Schulgebäude und auf dem Pausenhof zu ermöglichen.

 

Durch die Schaffung dieser Patenschaften ist es möglich, eine Vielfalt von Aktivitäten durchzuführen, z.B. gemeinsame Bastelarbeiten, Besuch des Spielplatzes, gegenseitiges Vorlesen, gemeinsames Frühstück, Präsentation von Unterrichtsergebnissen usw..

 

Die Patenschaft endet mit dem Überreichen eines selbstgebastelten Freundschaftsgeschenks vor bzw. bei der Entlassung der Viertklässler im Rahmen einer kleinen Feier. Manche Patenschaften entwickeln sich jedoch zu Freundschaften, die weit darüber hinausreichen.

2.3   Pausengestaltung

An der Schule am Lousberg haben die Kinder an einem Schulvormittag zwei große Pausen. Die erste große Pause dauert von 9.40-10.00 Uhr und die zweite Pause von 11.35-11.50 Uhr. An Regentagen findet die Pause in der Klasse statt.

Es ist Tradition, dass die Kinder vor der ersten großen Pause zunächst ein gemeinsames Frühstück in der Klasse einnehmen.

Der Schulhof, der sich über drei Ebenen erstreckt, bietet den Kindern ein vielfältiges Spiel- und Bewegungsangebot. Neben den fest installierten Spielgeräten wie Tischtennisplatte, Rutschbahn, Kletterkarussell mit Mosaikschlange, Fußball- und Basketballfeld, Holzpferdchen sowie einem großen Klettergerüst werden in der ersten großen Pause eine Auswahl an Kleingeräten wie Springseilen, Stelzen, Diabolos, Wurfspielen und Bällen ausgeliehen. Wir haben festgestellt, dass auch dies ein friedliches Miteinander fördert.

Auf dem großen Schulhof können die Kinder nicht nur ihren Bewegungsdrang ausleben, sondern auch Zonen der Ruhe und Entspannung finden. Gemütliche Sitzbänke animieren dazu, ein Buch zu lesen oder sich einfach mal auszuruhen. Besonders verlockend sind zwei „grüne Klassenzimmer“, um im Freien nicht nur in den Pausen miteinander zu kommunizieren.

 

Auch Lesen in der Bücherei ist in der großen Pause möglich. Hier helfen uns Eltern und Großeltern, die bereit sind, die Aufsicht zu übernehmen. Bereits ab 8.00 Uhr stehen hilfreiche Bücherei-Eltern für zusätzliche Schmökerfreude oder sogar als Hilfe beim Lesenlernen zur Verfügung.

2.4   Klassenfahrten

Eine große Freude bereitet den Kindern eine mehrtägige Klassenfahrt in die Aachener Umgebung, die innerhalb der Grundschulzeit stattfindet. Kinder und Lehrer erfahren sich auf eine neue Art und Weise im Umgang miteinander und lernen sich so besser kennen.

Wichtige Lernprozesse sind hierbei die Trennung von zu Hause für 2 ½ Tage sowie das Übernehmen von kleinen Aufgaben und Pflichten für die Gemeinschaft. Zudem besteht meistens die Möglichkeit, Museen, besondere Orte, Kulturelles etc. zu besuchen. Immer wieder nehmen die Klassen besondere Themenangebote wahr, die durch die Bildungszugabe der Städteregion Aachen kostenlos ermöglicht werden (z.B. eine Bachexkursion, das Gewinnen von Sonnenenergie aus Zitronen, eine Fledermauswanderung, das gemeinsame Erlebnis am Kletterturm oder der Besuch eines Bio-Bauernhofes)

Bei den Klassenfahrten steht jedoch die Freude an gemeinsamen Spielen und gemeinsamen Unternehmungen im Vordergrund, was das soziale Miteinander untereinander gewöhnlich sehr stärkt.

2.5   Projekte: „activ fürs klima“/“Plant for the Planet“/„Schulpartnerschaft mit Kapstadt“

Unsere Schule nimmt nun seit 2011 an dem Projekt „activ fürs Klima“ der Stadt Aachen teil und konnte in der Zeit schon viel bewegen: So wurden u.a. jedes Jahr der „Licht-aus-Tag“ und Unterrichtseinheiten zur Müllvermeidung, wie auch eine „Weniger-Müll-Woche“ durchgeführt. Es wurden Apfelbäume in Vernetzung mit anderen Grundschulen auf einer Obstwiese gepflanzt und die Patenschaft hierzu übernommen. Schüler führten zudem Informationsveranstaltungen und Projekte zum Thema Klima durch und vieles mehr. Ein wichtiger Motor unserer vielfältigen Aktionen bildete die Plant-for-the-Planet-Akademie in Aachen am 8. Oktober 2011. Dort wurden unsere sechs ersten jungen Klimabotschafterinnen und –botschafter ausgebildet. Hier lernten sie, wie man u.a. die Schüler, Lehrer und Eltern unserer Schule informieren kann über die Notwendigkeit und den Auftrag, in jedem Land der Erde 1 Million Bäume zusätzlich zu pflanzen und damit das Klima unserer Erde zu schützen und CO-2 zu reduzieren. Am 12. Oktober 2013 starteten neue zukünftige Klimabotschafter, um sich in der vom Umweltamt der Stadt Aachen angebotenen Akademie zu qualifizieren. Falls sich in Zukunft noch einmal diese Gelegenheit bietet, wären wir gerne wieder mit dabei, um uns und andere zum bewussteren Umgang mit der Natur/ Erde und deren Ressourcen zu animieren.

 

Kapstadt: Beispielhaft für viele weitere soll hier eine Aktivität ausführlicher beschrieben werden: Da wir seit dem Jahr 2008 eine Schulpatenschaft mit der Fairview Primary School in Kapstadt pflegen, hieß dies konkret für uns: Nicht nur in Aachen (Apfelbaumwiese), sondern auch in Kapstadt sollen neue Bäume gepflanzt werden, um möglichst viel CO-2 zu binden. Um unserer Partnerschule in Südafrika nach deren Umgestaltung des Schulgebäudes einen schönen Schulgarten mit großen, Schatten spendenden Bäumen zu ermöglichen, haben unsere Klimabotschafter gemeinsam mit der Umwelt-AG schon am „Tag der offenen Tür” sowie bei unserem Sommerfest eifrig für einen Spendenbeitrag  gesammelt.

Es wurde ein „Plant for the Planet-Stand“ am Glaskubus (Holzgraben) errichtet, um dort die Passanten nicht nur durch das Verteilen von Flugblättern im persönlichen Gespräch aufzuklären, sondern auch durch den Verkauf selbstgestalteter Klimaschutztassen und Klimaschutzteelichter sowie der „fair gehandelten guten Schokolade“ (5 Tafeln = 1 Baum) die Spende für die Partnerschule auf 555 Euro deutlich zu erhöhen. Diese wurde durch eine Praktikantin, die an beiden Schulen (Schule am Lousberg / Kapstadt) arbeitete, übergeben. Auch die erste Bürgermeisterin der Stadt Aachen bezeugte ihr Interesse an unserer Aktion mit einem persönlichen Besuch des Standes.

Der Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen unterstützte uns mit Materialien wie Flyern, Büchern, Zusatzinformationen und praktischen Tipps. Die Kinder der beiden Arbeitsgemeinschaften „Umwelt“- sowie „Plant for the Planet“ der OGS bereiteten den Ablauf des Tages sowie den Stand vor. Beim Gestalten der selbstgemalten Klimaschutztassen und –teelichter wurden sie von mehreren Klassen sowie einigen Religionsgruppen und im Nachmittagsbereich auch von anderen OGS-Mitarbeiterinnen unterstützt, so dass eine stattliche Anzahl in kürzester Zeit hergestellt werden konnte.

Neben dem ansehnlichen Ergebnis der hohen Spendensumme von 260 Euro und vielfacher konstruktiver Gespräche mit Passanten wurde aus pädagogischem Blickwinkel betrachtet für unsere Klimabotschafter eine Mut- und Mitmachaktion gefunden, die geeignet war, sich sinnvoll und anschaulich mit dem Thema Klimaschutz auseinanderzusetzen und die konkreten Auswirkungen der Aktion „hautnah“ mitverfolgen zu können.

Spannend war für die Kinder auch zu sehen, wie es ihnen gelang, zunehmend offener mit ihren Mitmenschen ins Gespräch zu kommen und auch anfangs sehr skeptische Zeitgenossen durch gute Argumente zumindest teilweise überzeugen zu können. Sie freuen sich sehr darauf, durch den Kontakt mit ihren Brieffreunden die Umsetzung der Spende in Bäume des Schulgartens in Kapstadt zu verfolgen.

Die Vielfältigkeit unserer weiteren Aktionen und natürlich besonders die Auszeichnungen unserer Klimaaktionen durch die Stadt mit insgesamt 3 000 Euro (!) sind auf unserer Homepage detailliert bzw. in einem kleinen Filmbeitrag nachzulesen. Auch im Schulgebäude zeugen Plakate und Fotos von den unterschiedlichen Aktivitäten.

2.6 Inklusion / Gemeinsames Lernen

 

Die Schule am Lousberg wurde im Jahre 2012/ 2013 zur Schule mit Gemeinsamem Lernen (GL), in der Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gemeinsam unterrichtet werden.

 

„Vielfalt macht stark und jedes Kind ist besonders“

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

 

Im Gemeinsamen Lernen (GL) werden alle Kinder gemeinsam in einer Klasse unterrichtet. Die Schüler/innen lernen innerhalb der Klassengemeinschaft, sich gegenseitig mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen. Sie akzeptieren sich in ihrer Einzigartigkeit und lernen miteinander und voneinander. Ein Ziel des Gemeinsamen Lernens ist die individuelle Förderung aller Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit. Die Lernziele richten sich bei den Kindern nach den Richtlinien für die Grundschule. Bei den Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf wird entsprechend des speziellen Förderschwerpunktes zielgleich oder zieldifferent unterrichtet. Im Rahmen des Gemeinsamen Lernens (GL) lernen die Schülerinnen und Schüler unter anderem auch Stärken und Schwächen bei sich selbst und anderen zu akzeptieren und Vorurteile abzubauen. Gegenseitige Anerkennung, gemeinschaftliches Denken und Handeln ist der Schule wichtig, ständig gefordert und wird immer wieder erfahren und auf die Probe gestellt.

Die Kinder lernen so in besonderer Weise, dass jeder seinen eigenen Lernweg gehen kann. Dahinter steht der Gedanke der Inklusion, Vielfalt wertzuschätzen und anzuerkennen. Unterschiedlichkeit wird zur Normalität, gegenseitige Unterstützung und voneinander Lernen zum Grundprinzip. Lehrer und pädagogische Mitarbeiter fungieren als Vorbilder, leiten das Gemeinsame Lernen an und praktizieren eine wertschätzende Erziehung.

 

Die Klassen werden von Grundschullehrern unterrichtet und je nach Bedarf von unseren beiden Sonderpädagoginnen unterstützt. Auch eine Doppelbesetzung von zwei Grundschullehrern wird häufig zusätzlich realisiert. Durch die offenen Unterrichtskonzepte wie beispielsweise die Morgenarbeit (siehe Punkt 1: Effektives Lernen/ Förderkonzept), wird es ermöglicht, innerhalb eines Raumes zu differenzieren. Ebenso können aufgrund des Raumkonzeptes aber auch Kinder in Kleingruppen gefördert werden, z.B. in den GL-Räumen, dem Computerraum, in Nebenräumen und den vielfachen Räumen der OGS, die uns am Vormittag zusätzlich zur Verfügung stehen.

Die Schule am Lousberg legt großen Wert auf ein Vernetzen der Arbeit der pädagogischen Fachkräfte. Um eine bestmögliche individuelle Unterstützung zu garantieren und die unterschiedlichen Blickwinkel der verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder optimal zu nutzen, tauschen sich Grundschullehrer, Schulsozialarbeiterin, Sonderpädagogin, OGS-Mitarbeiter und Schulleitung regelmäßig aus. Ziel der Treffen ist es, bestmögliche Unterstützungsmaßnahmen zu überlegen und diese zu koordinieren.

 

 


Schule am Lousberg

Städt. Gemeinschaftsgrundschule

Saarstraße 66

52062 Aachen

Tel: 0241 - 49343

Fax: 0241 - 4093085

E-Mail:

ggs.am-lousberg@mail.aachen.de